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An zweiter Stelle im Energieverbrauch eines Haushalts steht die Warmwasserbereitung. Energieeinsparpotenziale ergeben sich vor allem durch die Verringerung des Warmwasserverbrauchs, aber auch durch eine effizientere Bereitstellung.
Die größten Warmwasserverbraucher im Haushalt ist die Körperpflege (Baden, Duschen). Ein Duschbad erfordert je nach Dauer ca. 40-75 l Warmwasser, ein Wannenbad durchschnittlich 160 l, also etwa das Dreifache. Bei wassersparenden
Duschköpfen ist die Austrittsgeschwindigkeit des Wasserstrahls deutlich erhöht wodurch trotz Reduzierung der Durchflussmenge das Gefühl eines satteren Strahl entsteht. Einsparungen von bis zu 50 % sind möglich. Letztlich ist jedoch auch
hier das Verhalten der Nutzer mitentscheidend.
Weiterhin kann die Bereitstellungstemperatur im Warmwasserspeicher einer Zentralheizungsanlage verringert werden, was geringere Leerlaufverluste zur Folge hat. Dem Komfortverlust durch die längere Wartezeit bis zur Bereitstellung
ausreichend heißen Wassers kann durch die Verwendung von Thermostatmischern entgegengewirkt werden.
60 °C dürfen dauerhaft nicht unterschritten werden, da sonst die Gefahr der Vermehrung gefährlicher Legionellen besteht. Diese Bakterien können Lungenentzündungen oder grippeähnliche Erkrankungen (Legionärskrankheit, Pontiacfieber)
verursachen. Alternativ kann eine Legionellenschaltung angewandt werden, die bei Boilertemperaturen <60 °C diesen einmal wöchentlich über 70 °C hochheizt. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass der Kalkausfall in den Rohren bei
Temperaturen über 60°C stark erhöht wird und somit auf Dauer den Rohrquerschnitt verengt.
Viele Anlagen mit Warmwasserspeicher haben eine Zirkulationspumpe installiert. Dehren Aufgabe ist es immer warmes Wasser am Hahn zur Verfügung zu stellen. Diese ist meist zeitgesteuert und damit läuft die Zirkulationspumpe, verbunden
mit den Wärmeverlusten der Rohrleitungen, viele Stunden im Jahr ungenutzt und verursacht Kosten. Mit dem Einsatz eines Zirkulationsreglers (ZREG) der die Pumpe nur bei Warmwasserbedarf zuschaltet werden diese Kosten reduziert.
Alternativ kann das Warmwasser mittels eines Durchlauferhitzers erwärmt werden. Im Gegensatz zum Warmwasserspeicher hat dieser keinen Leerlauf und damit auch keine Leerlaufverluste. Das ist sein Vorteil. Nachteilig ist der höhere
Wasserverbrauch bis zum Erreichen der gewünschten Temperatur und die übliche Bauart als elektrisches Gerät. Ja nach Leistungsaufnahme (üblich sind 20 kW und mehr) führt das tägliche 10-minütige Duschen zu einem jährlichen Stromverbrauch
von etwa 1.200 kWh oder Kosten von ca. 200 Euro. Moderne gasbetriebene Geräte sind zwar weniger effizient, nutzen jedoch den momentan billigeren Energieträger Erdgas.
Welche Form der Warmwasserbereitung energieeffizienter ist, hängt von der Bereitstellung der Heizenergie im Haus, aber auch vom Nutzungsprofil ab. So kann an abgelegenen, selten genutzten Zapfstellen trotz vorhandenem Warmwassernetz
durchaus ein elektrischer Durchlauferhitzer sinnvoll sein, da ansonsten hohe Zirkulationsverluste auftreten.
Unter anderem in den Niederlanden kommen Wärmerückgewinnungssysteme in Gebrauch, die mittels Wärmepumpen die Wärmeenergie des Abwassers nutzen können.
Die Restwärme einer nach dem Kochen abgeschalteten Herdplatte kann das Wasser in einem darauf gestellten Topf erwärmen. Das erwärmte Wasser kann beispielsweise zum Spülen benutzt und Energie zur Wassererwärmung so eingespart werden.
Viele Geschirrspüler nutzen einen Kaltwasservorrat im Zulauf zur Kondensationstrocknung des Spülraumes. Die teilweise in diesen übergegangene Wärme kann bei einem nachfolgenden Spülgang eingespart werden.
Manche Waschmaschinen können zusätzlich an das Warmwassernetz angeschlossen werden, so dass sie die teure Erwärmung des Wassers mittels elektrischem Strom teilweise vermeiden.
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