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Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, verbrauchen private Haushalte die meiste Energie für die Heizung bzw. Kühlung der Wohnräume. In Deutschland ist vor allem das Heizen maßgeblich, da Klimaanlagen in Haushalten wenig verbreitet sind.
Dort, wo sie genutzt werden (überwiegend in Bürogebäuden), ist der Primärenergieverbrauch dieser Anlagen fast so hoch wie beim Heizen. Das liegt daran, dass der Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung und bei der Bereitstellung kalter Luft
(insgesamt etwa 5 bis 10 %) schlecht ist.
Viel Energie spart man durch gutes Steuern und Regeln der Heizungsanlage und durch eine gute Wärmedämmung des Gebäudes. Beispiele sind die Wärmedämmung sämtlicher Außenflächen (Wände, Böden, Dächer Türen und Fenster
(Wärmeschutzverglasung). Auch geeignete Vorhänge können den Wärmeverlust über die Fenster verringern. Wesentlich ist jedoch eine vollkommene Luftdichtheit des verschlossenen Gebäudes. Schon geringe Zugluft kann wesentlich mehr Wärme
aus dem Gebäude tragen als die Wärmeleitung durch die Außenflächen.
Bei der Modernisierung von Gebäuden können durch Wärmedämmung, Nutzung von Sonnenenergie und effizienterer Heizungstechnik (z.B. Heizungspumpen mit Einstufung nach dem Energielabel für Umwälzpumpen in der Heizungstechnik,
bedarfsgerechte Heizung und Lüftung) bis zu 90 % der ursprünglich benötigten Heizenergie eingespart werden.
Seit einigen Jahren sind bei Neubauten Maßnahmen zur Wärmedämmung in Deutschland obligatorisch. Bei der Sanierung von Fassadenflächen von Altbauten lassen sich ebenfalls Wärmedämmmaßnahmen durchführen.
Darüber hinaus helfen Thermostate an Heizkörpern und Heizgeräten, die Räume nicht unnötig zu überheizen. Das Senken der Raumtemperatur ist eines der effektivsten Mittel zur Heizenergieeinsparung überhaupt. Insbesondere Schlaf- und
Nebenräume sowie Hausflure können ohne Komfortverlust auf lediglich 15 °C geheizt werden. Bei Wohnräumen ist eine Temperatur von 20-22 °C ausreichend.
Dieses Einsparpotenzial erfordert jedoch ausreichend luftdichte Türen im Gebäude, die auch geschlossen gehalten werden.
Energieeffizientes Lüften erfordert die Mitarbeit der Bewohner. In Häusern ohne Wärmerückgewinnung ist das Stoßlüften, sowohl für das Erreichen einer guten Innenluftqualität als auch zur Einsparung von Heizenergie, dem Dauerlüften überlegen. Räume, in denen ohne Komfortverlust nicht stoßgelüftet werden kann (Schlafzimmer), sollten nur wenig beheizt werden.
In Häusern mit einer Lüftungsanlage, die Wärmerückgewinnung nutzt, bedeutet das manuelle Lüften während der Heizperiode immer Energieverlust. Bei den Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung ist genau zu prüfen, welche Systeme verwendet
werden können. Es gilt hier komplexe Parameter zu beachten, auch die begrenzte Lebensdauer der Komponenten. Vor allem muss der Einsatz der elektrischen Energie für die Lüfter bilanziert werden.
Ein weiteres bauliches Mittel zur Energieeinsparung ist die Vermeidung unnötig hoher Räume. Hier entsteht trotz Thermostateinsatz leicht ein Temperaturunterschied von über 10 °C zwischen Boden und Decke, wobei die warme Luft an der
Decke keinen Komfortgewinn für die Bewohner erzeugt. Ebenso sollten Treppenaufgänge auf jeden Fall durch Türen von den Wohnräumen abgeteilt sein.
Es kann außerdem auf einfache Art und Weise Heizenergie eingespart werden, indem Heizkörper nicht mit Vorhängen oder Möbeln blockiert und Heizkörperverkleidungen entfernt werden. Hinter die Heizungen kann eine ca. drei bis fünf
Millimeter dicke Styroporplatte mit Alufolie geklebt werden. Somit wird die Wärme der Rückseite der Heizung reflektiert und geht nicht in der Wand verloren.
Ein einfaches Mittel zur Energieeinsparung ist, bei Dunkelheit die Rollläden zu schließen. Die Luft zwischen Fenster und Rollladen wirkt so als Wärmedämmung.
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